Blick vom Kronsberg 9/2007

 


Der Hochbahnsteig am Großen Hillen im Zentrum Kirchrodes muss einen anderen Stellenwert in der Liste der Baumaßnahmen erhalten. Das gilt zum einen im Verhältnis zu der Funktion der Stadtbahnstrecke C-Ost, besser einzuordnen unter der Verkehrsbezeichnung "Linie 5", die ja zwischenzeitlich auch allgemein als "Diakonie-Linie" bekannt geworden ist. Letztere Bezeichnung erläutert in Kurzform klar und deutlich, dass am Streckenverlauf Einrichtungen für alte und behinderte Menschen liegen, die auf einen barrierefreien Zugang zur Stadtbahn besonders angewiesen sind. Und das gilt auch und besonders für die Mitte Kirchrodes. Zum anderen sorgt die Lage des Hochbahnsteigs für umfänglich große Probleme bei der Umgestaltung, die nicht mit einem einmaligen Hingucken als im Prinzip gelöst betrachtet werden können. Dieses "heiße Eisen" ist deshalb wohl immer wieder fallen gelassen worden, wenn die Diskussion darüber abflachte.

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Blick vom Kronsberg 09/2007 –

in den Nahverkehrsplan und seine Fortschreibung

SPD-Forum in Kirchrode:
Hochbahnsteig Großer Hillen
muss früher kommen



„Früher als 2014, auch früher als im letzten Jahr bereits angesagt, muss der Hochbahnsteig im Ortszentrum von Kirchrode gebaut werden.“ Das ist die Botschaft, die der SPD-Fraktionschef Knut Böhme den anwesenden Experten aus Region und Stadt mit auf den Weg gab. Gestützt wird diese Aussage auch durch schon bekannt gewordenen Äußerungen anderer Beteiligter im Umfeld der ÜSTRA. Denn der gültige Nahverkehrsplan für die Region Hannover, der die Entwicklung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beschreibt, enthält in der darin abgedruckten Liste der Baumaßnahmen den Hochbahnsteig in Kirchrode überhaupt nicht. Doch die Fortschreibung dieses Planes steht jetzt an.

Die SPD-Fraktion im Stadtbezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode hatte zu einer Diskussionsveranstaltung am 23. März im Gemeindesaal der Jakobi-Kirchengemeinde eingeladen, zu der rund 50, vielfach ältere und behinderte Menschen erschienen waren.

Hartmut Meyer, Fachbereichsleiter ÖPNV, stellte die Überlegungen dar, so wie sie die Verwaltung der Region Hannover aktuell als Diskussionspapier aufgelegt hat: „Der Hochbahnsteig soll 2014 errichtet werden. Die Umrüstung sämtlicher oberirdischer Haltestellen soll bis 2040 dauern.“ Meyer erkannte, dass seine Aussagen nicht zur Zufriedenheit der Zuhörerinnen und Zuhörer im Saal ausgefallen waren, und bot das Gespräch an.

Gerhard Kumm-Dahlmann, Fachbereichsleiter Tiefbau der Stadt, hatte die Aufgabe übernommen, die Abhängigkeiten zwischen der Lage des Hochbahnsteiges und einer Umgestaltung des Großen Hillen darzulegen. Für eine solche seit Jahren diskutierte Maßnahme muss aber die zukünftige Verkehrsbelastung ermittelt werden. Und das geht nur durch aufwendige Zählungen, aus denen dann die Rückschlüsse über die neue Straßengestaltung gezogen werden können. „Aber ohne eine Festlegung der Lage des Hochbahnsteiges ist diese Aufgabe nicht sinnfällig lösbar“, führte Kumm-Dahlmann mit großer Deutlichkeit aus.
Somit steht ein Umbau des Großen Hillen als Einkaufsstraße im Zentrum Kirchrodes in einem engen Zusammenhang mit der Stadtbahnmaßnahme. „Der Hochbahnsteig ist erst in der Diskussion, aber noch nicht fest im verbindlichen Maßnahmenkatalog verankert, in seiner Lage nicht bestimmt und mit seinem Fertigstellungstermin noch nicht endgültig festgelegt“, resümierte Böhme die Erkenntnisse aus der abendlichen Veranstaltung. (fjk)

 

 


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