Postfiliale Bemerode schließt?

 

<b>Ein düsterer Blick vom Kronsberg

Postfiliale am Bemeroder Rathausplatz schließt

Auf Nachfrage am Schalter kam die Antwort prompt: “Ja, die Postfiliale schließt.” Der Zeitpunkt ist dem Schalterbediensteten zwar nicht bekannt, aber die Nachnutzung der Schalterhalle schon. Diese soll für den Briefzustelldienst genutzt werden.</b>

Diese Nachricht hat Knut Böhme, SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtbezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode, „schlicht vom Hocker gehauen“, wie er sich sehr spontan ausdrückte. „Erst bleibt eine Anfrage zu der Öffnungszeit der Postfiliale am Mittwoch Nachmittag während des Markttages auf dem Bemeroder Rathausplatz unbeantwortet, dann fallen die Bankdienstleistungen, die Leistungen des Tochterunternehmens der Deutschen Post, in der Filiale in Kirchrode weg. Und jetzt diese Botschaft, die zusehends nacheinander gleichermaßen alle Stadtteile zu treffen scheint. Die Deutsche Post denkt offensichtlich nur noch global, lokale Interessen werden hintan gestellt.“

“Der Weg zur Post führt zukünftig von Bemerode mit der ‚6’ in die Stadt“, war auf eine entsprechende Frage eines Kunden in der Schalterhalle die Antwort des Postmitarbeiters.

Die SPD-Fraktion nimmt diese in Postkreisen wohl bekannte, aber in weiten Teilen der Bemeroder Einwohnerschaft eher unbekannte Situation zum Anlass, im Stadtbezirksrat Auskunft über die Zukunft der Postfiliale zu erhalten. Dazu gehören neben den Absichten der Post und den dazu gehörenden Begründungen auch die Frage, ob die Deutsche Post ihren gesetzlichen Auftrag als mehrwertsteuerbefreiter Universalpostdienstleister mit einem solchen Rückzug aus einem Gebiet mit rund 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern noch erfüllt.

“Von den privaten Einzelkunden entfernt sich das Wirtschaftsunternehmen Deutsche Post immer mehr, so dass der Eindruck entsteht, dass die Verkleinerung dieses Kundenkreises bewusst herbeigeführt wird“, so der SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Bezirksratsherr Bernd Rödel, “und das bei wachsender Einwohnerschaft, aber auch bei zunehmend in der Mobilität eingeschränkter Menschen in diesem Stadtteil. Der Mensch steht nur dann im Mittelpunkt, wenn er Geld bringt.“ (fjk)

 


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